Fensterheber Ersatzteil

Fensterheber: Funktionsweise, Fehlersuche und Reparatur Die Scheiben in den Fahrzeugtüren sind in der Regel so ausgelegt, dass man sie öffnen und schließen kann. Das dient nicht nur der einfachen Belüftung und Abkühlung des Innenraums, sondern ist im Alltag ein wichtiges Komfortmerkmal. Selbst in Zeiten der Klimaanlagen kommen moderne Autos nicht ohne Fensterheber aus. Oder haben Sie schon einmal versucht, mit geschlossener Scheibe ein Ticket an der Einfahrt im Parkhaus zu ziehen?... Mehr Lesen

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Fensterheber: Funktionsweise, Fehlersuche und Reparatur

Die Scheiben in den Fahrzeugtüren sind in der Regel so ausgelegt, dass man sie öffnen und schließen kann. Das dient nicht nur der einfachen Belüftung und Abkühlung des Innenraums, sondern ist im Alltag ein wichtiges Komfortmerkmal. Selbst in Zeiten der Klimaanlagen kommen moderne Autos nicht ohne Fensterheber aus. Oder haben Sie schon einmal versucht, mit geschlossener Scheibe ein Ticket an der Einfahrt im Parkhaus zu ziehen? Dieses Beispiel verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass zumindest auf der Fahrerseite der Fensterheber stets funktioniert.

Welche Arten von Fensterhebern gibt es?

Prinzipiell unterscheidet man zwischen mechanischen und elektrischen Fensterhebern. Natürlich arbeitet auch bei elektrisch angetriebenen Fensterhebern eine Mechanik, doch in diesem Zusammenhang bedeutet „mechanisch“ einfach, dass man mit Muskelkraft die Fenster hoch- oder runterkurbeln muss. Die Scheibe wird heutzutage generell in der Tür versenkt, wenn sie geöffnet wird. Früher gab es andere Lösungen wie Kippfenster oder Klappmodule, mit denen man die Belüftung im Fahrzeug mehr oder weniger komfortabel regeln konnte. Bis in die frühen 80er hinein gab es bei vielen Autos Dreiecksfenster, die sich separat öffnen ließen. Heutzutage sind solche Systeme in der Regel verschwunden. Bei modernen Fahrzeugen wird (zumindest bei den Fronttüren) ein elektrischer Fensterheber verwendet. Auf den Rücksitzen kommen hingegen noch immer die klassischen Kurbeln zum Einsatz. Eine Besonderheit sind hintere Ausstellfenster (besonders bei kleinen Dreitürern), die sich nur einen Spalt weit öffnen. Auch sie gibt es wahlweise mit elektrischem Antrieb.

Verschiedene Fensterheber Funktionsweisen im Überblick

Im Laufe der Zeit haben sich vier Funktionsweisen für Fensterheber durchgesetzt. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob der Antrieb elektrisch oder per Muskelkraft erfolgt. Zunächst muss der Autohersteller festlegen, welche Fensterheber Funktionsweise er bei der Konstruktion bevorzugt. Obwohl es auch exotische Lösungen gibt, findet man heute vor allem diese drei Varianten für Fensterheber in Kraftfahrzeugen:

  • Seilfensterheber
  • Scherensystem
  • Kabelsystem
Seilfensterheber

Dies ist die gängigste Lösung für Fensterheber am Auto. Eine Seiltrommel wird über ein Schnecken- oder Stirnradgetriebe bewegt. Ein strapazierfähiges Drahtseil aus Stahl ist an besagter Trommel befestigt. Bei jeder Bewegung der Trommel in die eine oder andere Richtung wird das Ende an einer Seite aufgewickelt und an der anderen Seite abgewickelt. Über Umlenkrollen und Bowdenzüge wird die Fensterbefestigung über ein Zugseil nach oben oder unten gefahren. Eine moderne Variante dieser Funktionsweise für Fensterheber ist der doppelt geführte Seilfensterheber, der eine zweite Führungsschiene verwendet.

Scherensystem

Ähnlich einer Hebebühne mit Scherentechnik wird bei dieser Fensterheber Funktionsweise die Scheibe durch zwei Hebearme bewegt, die scherenförmig angeordnet sind. Der Antrieb erfolgt über Stellmotoren bzw. die Kurbelmechanik.

Kabelsystem

Für die meisten PKW ist das Kabelsystem für Fensterheber nicht relevant. Es findet vor allem bei industriell genutzten Fahrzeugen Verwendung. Bei diesem System ist die Scheibe über ein einzelnes Kabel aufgehängt und wird über eine zentrale Motorsteuerung betätigt. Diese Technologie eignet sich zum Beispiel besonders gut für rückwärtige Scheiben, die bei speziellen Fahrzeugen abgesenkt werden sollen.

Kann man elektrische Fensterheber nachrüsten?

In fast allen Fahrzeugen kann man elektrische Fensterheber nachrüsten. Wie aufwändig das ist und welche technischen Lösungen zur Verfügung stehen, hängt dabei sehr vom Fahrzeughersteller und dem jeweiligen Modell ab. Eine sehr einfache Lösung sind elektrische Stellmotoren mit integrierten Schaltern, die einfach anstelle der klassischen Kurbel auf das Zahnrad gesetzt werden und dieses dann mit Motorkraft drehen. Optisch ist dies aber keine sehr elegante Lösung. Da viele Hersteller die optionale Nachrüstung mit elektrischen Fensterhebern anbieten, gibt es in der Regel die Möglichkeit, die Technik unsichtbar zu verbauen. Das kann für Selbstschrauber jedoch kompliziert werden, da die elektrische Verkabelung in die Tür gezogen werden muss und selbst nach Abnahme der Türverkleidung häufig Karosserieteile oder ein Seitenaufprallschutz im Weg sind.

Nachrüstung oder Reparatur elektrischer Fensterheber in Eigenregie durchführen?

Generell können versierte Hobbyschrauber Reparaturen oder Nachrüstungen am Fensterheber selbst durchführen. Besonders bei älteren Fahrzeugen ist dies relativ problemlos möglich. Kommt man jedoch ohne Spezialwerkzeug nicht an der Türverkleidung vorbei oder sind Streben des Seitenaufprallschutzes im Weg, kann es für den Laien unmöglich werden, elektrische Fensterheber selbst nachzurüsten oder defekte Komponenten auszutauschen. Ganz wichtig: Moderne Fahrzeuge haben eventuell zusätzliche Airbags oder andere Technik in den Türen verbaut. Von Airbags sollten Hobbyschrauber grundsätzlich die Finger lassen, denn das Hantieren daran ist nicht ungefährlich und im Übrigen auch nicht erlaubt.

Für die Fensterheber Reparatur muss die Türverkleidung runter

Um an die Innereien der Tür zu gelangen, müssen in der Regel Türgriffe, Fensterkurbeln, Armlehnen etc. demontiert werden. Dies ist manchmal nur mit Spezialwerkzeug des Herstellers möglich. Anschließend muss man die Türverkleidung entfernen. Sie ist bei vielen Fahrzeugen durch Plastikclips fixiert, die beim Herausnehmen leicht abbrechen können. Man sollte sich also je nach Fahrzeugmodell vorher informieren, wo sich die Clips befinden und wie man sie möglichst zerstörungsfrei entfernt. Zwischen Türverkleidung und Innenleben der Tür befindet sich außerdem normalerweise eine angeklebte Plastikfolie. Diese muss unbedingt vorsichtig und ohne Beschädigungen abgelöst und später wieder sorgfältig montiert werden. Andernfalls riskieren Sie, dass Feuchtigkeit über die Tür ins Fahrzeuginnere eindringt.

Anzeichen für ein Problem mit den Fensterhebern

Bevor eine aufwändige Reparatur notwendig wird, kündigen sich Probleme mit den Fensterhebern meist an. Sofern kein elektrisches Problem mit dem Steuergerät, dem Schalter, einer Sicherung oder der Verkabelung vorliegt, sind fast immer mechanische Probleme für einen Ausfall oder eine Einschränkung der Funktion der Fensterheber verantwortlich. Typische Anzeichen sind:

  • deutlich langsameres Öffnen und/oder Schließen der Fenster
  • ungewöhnliche Geräusche aus dem Bereich der Scheibenführung
  • Knackgeräusche aus dem Bereich der Fensterhebermechanik
  • Fehlfunktionen der Komfortschaltungen der Fensterheber

Manchmal treten die Anzeichen nur sporadisch oder teilweise auf. So ist es nicht ungewöhnlich, dass Scheiben nur in einem bestimmten Öffnungsbereich langsamer werden oder nicht vollständig hochfahren.

Mögliche Ursachen für defekte Fensterheber

Besonders bei elektrischen Fensterhebern sind die Ursachen vielfältiger Natur. Wenn die Scheiben langsamer schließen als gewöhnlich oder das letzte Stück gar nicht mehr schaffen, ist aber nicht immer zwangsläufig ein Austausch der Mechanik oder des elektrischen Antriebs nötig. Zu den häufigsten Ursachen zählen diese:

  • Defekte Führungsschiene
  • Verschmutzung von Führungslippen der Fensterdichtung am Rahmen
  • bei rahmenlosen Türen: Verschleiß der Führungen im Inneren der Tür mit zu viel Spiel
  • Abnutzung der mechanischen Komponenten (z.B. Antriebsschnecke)
  • Reißen von Seilzügen der Fensterhebermimik
  • defekte Stellmotoren
  • fehlerhafte Kabelverbindungen
  • Sicherung defekt
  • Steuergerät defekt
  • Schalter defekt
  • Probleme mit dem automatischen Einklemmschutz
  • starke Temperaturschwankungen bzw. extreme Hitze oder Kälte

Erste Hilfe bei defekten Fensterhebern

Ein Defekt ist besonders ärgerlich, wenn sich die Scheibe nicht mehr hochfahren lässt, denn Sie können Ihr Auto ja schlecht offen stehen lassen. Wenn der Fensterhebermotor noch funktioniert, aber das letzte Stück nicht schafft, können Sie versuchen, durch vorsichtigen Zug an der Scheibe den Motor zu entlasten. Je höher der Widerstand beim Hochfahren der Scheibe, desto schwerer hat es der Motor. Besonders bei modernen Fahrzeugen mit automatischem Einklemmschutz kann ein erhöhter Reibungswiderstand führen, dass das System aus Sicherheitsgründen die Scheibe nicht mehr schließt oder wieder automatisch öffnet. Das soll eigentlich verhindern, dass man sich die Finger einklemmt, doch wenn beispielsweise Schmutz in der Scheibenführung den Widerstand erhöht, kann das Ergebnis für das System dasselbe sein. Diese Tipps helfen Ihnen häufig weiter, wenn der Fensterheber nicht so will, wie er soll:

  • Säubern Sie die Scheiben (sofern möglich) besonders an den Rändern
  • Säubern Sie die Scheibenführung im Türrahmen, sofern zugänglich
  • Sprühen Sie Silikonspray in die Führungen der Scheibe im Türrahmen, um den Reibungswiderstand zu verringern

Gerade die Reduzierung des Reibungswiderstands kann viele Probleme mit dem Fensterheber lösen. Bei der regelmäßigen Pflege der Türgummis etc. sollten Sie daher auch die Scheibenführungen nicht vergessen. Diese sind häufig aus Gummi oder einem anderen flexiblen Material gefertigt, das über die Jahre hinweg Reibungswiderstand durch Versprödung und/oder Verschmutzungen aufbauen kann. Silikonspray wirkt hier oft Wunder. Verwenden Sie aber bitte nur Schmiermittel, die ausdrücklich für Gummidichtungen etc. geeignet sind, um ein Verharzen oder Beschädigungen zu vermeiden. Ein wichtiger Tipp: Vermeiden Sie es, im Winter die Fensterheber zu betätigen, solange die Scheiben an den Gummis festgefroren sein könnten. Diese Belastung tut zum einen den Stellmotoren nicht gut, zum anderen können auch die empfindlichen Gummis der Führungen in der Tür Schaden nehmen.

Hochwertige Ersatzteile verlängern die Lebensdauer von Fensterhebern

Generell sind elektrische Fensterheber als Verschleißteile anzusehen. Obwohl sie häufig problemlos über ein ganzes Autoleben hinweg halten, wird ein Ausfall besonders bei Gebrauchtwagen umso wahrscheinlicher, je häufiger die Fensterheber betätigt werden. Speziell die (oft aus Kunststoff gefertigten) Komponenten im Antrieb (Zahnräder, Antriebsschnecken) verschleißen irgendwann. Das typische Knacken und das Gefühl des „Durchrutschen“ des Mechanismus ist ein Anzeichen für die Abnutzung solcher Komponenten. Wenn Sie einen neuen Fensterheber benötigen, sollten Sie nur hochwertige Ersatzteile verwenden, damit die Reparatur möglichst lange hält. Sämtliche Komponenten für Fensterheber bekommen Sie bei uns in Erstausrüsterqualität für viele gängige Fahrzeugmodelle.

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